5 Tipps für Erlebnisse im Spreewald, die nichts kosten

Im Spreewald lässt es sich ganz besonders naturnah Urlaub machen. Endlos weite Wiesen, unterbrochen nur von den zahlreichen Fließen, die die Landschaft durchschneiden. In den typischen Dörfern und Städtchen des Spreewaldes wie Burg, Lübben und Lübbenau gibt es zahlreiche Restaurants und jede Menge Aktivitäten, die den Urlaub sowohl im Sommer als auch den Rest des Jahres unvergesslich machen können. Ich möchte euch 5 Tipps geben, was ihr in eurem Urlaub im Spreewald erleben könnt, ohne einen Cent auszugeben:

  1. Der Klassiker schlechthin im Spreewald ist der Ausflug mit dem Fahrrad. Die Gegend ist ideal für ausgiebige Touren; das Land ist flach, ihr habt kaum Höhenunterschiede zu überwinden und die Umgebung mit den weiten Feldern, alten ehrwürdigen Bäumen und bunten Wiesen lässt sich kaum besser bewundern als aus dem Fahrradsattel. Außerdem haben die Gemeinden in den vergangenen Jahre viele Millionen Euro in den Ausbau perfekter Radwege investiert, die den Ausflug fast bequem machen. Wenn ihr euer Fahrrad gleich selbst mitbringt und euch keines leihen müsst, ist ein solcher Ausflug absolut kostenlos. Aber auch die Miete der Zweiräder ist in vielen Stationen mehr als erschwinglich.

  2. Wenn ihr euren Fahrradkorb mit einem kleinen Picknick füllt und eine Decke auf den Gepäckträger schnallt, könnt ihr einige unvergessliche Stunden im Schatten einer alten Eiche direkt am rauschenden Fließ verbringen. Wenn ihr euch ruhig verhaltet, könnt ihr Enten, jede Menge Nutria (das ist eine Nagetierart, leicht mit einem Biber zu verwechseln) und mit etwas Glück auch einen waschechten Biber entdecken. Aber Achtung: keinen Müll zurück lassen!!!!!

  3. Unweit von Hugos Villa und fussläufig zu erreichen findet ihr den Barfusspark, in welchem ihr ohne Schuhe verschiedene Untergründe mit den Sohlen erforschen und euren Füßen etwas richtig Gutes tun könnt. Der Eintritt kostet nichts.

  4. Den Dorfkern nordwärts hinter euch lassend könnt ihr schon aus einiger Entfernung den Bismarckturm entdecken. Das dem deutschen Staatsmann gewidmete und aus roten Backsteinen errichtete Denkmal ist von außen nicht unbedingt schön anzusehen. Nach durchaus nicht schwer zu bezwingenden 138 Stufen habt ihr in 28 Metern Höhe allerdings einen wirklich tollen Blick in alle Himmelsrichtungen. Die Landschaft ist ringsherum derart flach, dass ihr einen ungehinderten atemberaubenden Blick auf die Spreewälder Landschaft habt. Jährlich findet auf dem gesamten etwas hügeligen Areal an Pfingsten die Spreewälder Sagennacht und Ende Oktober die Nacht der Kürbisgeister statt.

  5. Die Dörfer des Spreewaldes sind noch heute neben einer einmaligen und ursprünglichen Natur geprägt von typischen Bauernhäusern und -höfen mit Holzbohlen-Gebäuden, die zum Schutz vor Hochwassern auf großen Granitsteinen gebaut wurden, unten hohl waren, damit das Wasser durchfließen konnte. Heute stehen vielen der wunderschönen Häuser verlassen, mystisch und geheimnisvoll oder aber schick und originalgetreu voll restauriert und bieten herrliche Foto-Motive. Eine Wanderung (zum Beispiel von Burg-Kolonie über Leipe und zurück über die Waldschlösschenstraße wieder nach Burg-Dorf – etwa 12 Kilometer) bietet neben der einmaligen Architektur und historischen Erlebnissen auch alle möglichen Naturerlebnisse und dem professionellen oder Hobby-Fotographen jede Menge Motive. So darf in keinem Fotoalbum der typische Storch in seinem Horst fehlen. 

Auch wenn Geld ausgeben im Spreewald nicht schwer ist, es außergewöhnliche Restaurants und tolle Spa- und Wellness-Möglchkeiten gibt, könnt ihr dennoch einige Dinge erleben, die sehenswert sind und kein Geld kosten. Auf gehts!

©Ariana Lambert February 2019